28. Juli 2017

Gewaltschutzkonzept für Frauen und Kinder in bayerischen Flüchtlingsunterkünften vorlegen

München (28.7.2017/lmo). „Fast zwei Monate nach dem Mord an einem fünfjährigen Kind in Arnschwang gibt es immer noch kein Gewaltschutzkonzept für Frauen und Kinder in bayerischen Flüchtlingsunterkünften“, sagt die asylpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Christine Kamm, und verweist auf eine grüne Anfrage mit „ausweichenden Antworten der CSU-Sozialministerin zum Schutzkonzept und zur Betreuung – Frau Müller versucht sich aus der Verantwortung zu stehlen und hat kein Interesse an einer Behebung dieser schweren Mängel.“

Die Situation in Arnschwang sei „ein Systemfehler: Kaum Betreuung vor Ort, psychisch kranke alleinstehende Männer in einer Unterkunft mit allein geflüchteten Frauen mit oder ohne Kinder, die Verantwortung für ausreichende Asylsozialarbeit wird auf die Wohlfahrtsverbände abgeschoben“, so Christine Kamm. „Das muss aufhören. Arnschwang ist kein Einzelfall. Es ist skandalös, dass die Mutter des getöteten Jungen einen Umverteilungsantrag gestellt hat, der aber abgelehnt wurde. Es muss in allen Unterkünften darauf geachtet werden, den Anforderungen besonders schutzbedürftiger Asylsuchender gerecht zu werden.“

Die grünen Anfragen finden Sie als PDF im Anhang.

Anfrage 1

Anfrage 2

Christine Kamm
Sprecherin für Europapolitik und Asylpolitik
Tel: 089/4126-2874
Fax: 089/4126-1874
Email.: christine [dot] kamm [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Christine Kamm)